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Ein-Blick: Messestand mit Punkten
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Dies sind zusätzliche Informationen zu einem Ein-Blick-Projekt aus «architektur+technik» 2-11. Mit dem Befehl «Drucken» wird eine isolierte Ansicht des Beitrags erstellt. Der Standplan lässt sich als PDF herunterladen.

Karlsruhe und Baden-Baden auf der Exporeal 2009

Für die bedeutende Immobilien- und Standortmesse setzten die zwei Baden-Württembergischen Städte bei Standfläche und Budget auf Kontinuität.

Nicht durch die Krise ducken sondern frisch ans Geschäft. Zu dieser positiven Haltung entwickelte die Agentur Raumkontakt aus Karlsruhe den selbstbewussten Arbeitstitel «Wo Wachstum Stadt findet» sowie die Idee eines Punkterasters, das den kompletten Stand - Böden, Wände und Möbel - in dynamischen Farbwechseln überfliesst. Auf den zweiten Blick entwickeln diese Punkte Gebäude, Achsen und Objekte, urbane Strukturen, die die Flächen und Bauteile in spannungsvolle räumliche Bezüge verwickeln.
Die optischen Effekte sind verblüffend: Die grafischen Formationen, ihre Ausarbeitung sowie die Staffelung der Standelemente vermitteln ein ganz eigenes Gefühl von Räumlichkeit, das über das Dargestellte hinausgeht.



Das Richtige ist mehr
Das plakative Konzept stach zwischen den weit verbreiteten Stahl-Glas-Konstruktionen der anderen Aussteller hervor – und es kam an. Als erfrischend auffällig wurde bewertet, wie die unaufhörliche Materialschlacht solch hochwertiger Messen erfolgreich durchbrochen wurde. Nicht Stahl, Glas und möglichst noch das, was vorgibt, echter Beton zu sein, versuchte hier, echte Architektur nachzubilden - die Konzentration auf das Wesentliche, die Idee von Bühne und Plakatierung, das bewusste Spiel mit der kurzfristigen Inszenierung, gingen in angenehm angemessener Weise auf.



Schreinerbauweise
Der Stand wurde von der Agentur Raumkontakt in konventioneller Schreinerbauweise, ohne Systembauteile konstruiert. Alle Elemente wurden hinsichtlich Volumen, Wiederaufbau und Gewicht optimiert.
Der Stand war in seinen Kernbauteilen - Wandrahmen, Doppelboden, Möblierung - bereits mehrere Jahre im Einsatz. Die immer wieder neue intensive Bearbeitung des Themas Motiv und Oberfläche sowie räumliche Variationen bedienten den Anspruch des Kunden, im Gegensatz zu den meist auf zwei bis drei Jahre gleich ausgelegten Nachbarständen, jährlich mit einem frischen Gesicht aufzutreten. Als Konstante blieben dabei immer die Hauptfarben Weiss und Grün, die eine gute Wiedererkennung erlaubt.



Zur Materialisierung machte man folgende Angaben. Es kam eine Doppelbodenkonstruktion aus MDF-Platten (100 x 100 cm) zur Anwendung, welche eine flexible
Verlegung von Elektroinstallationen erlaubte. Man versah sie mit einer rutsch- und abriebfest laminierten Druckfolie mit dem Standmotiv – durchnummeriert für exakten Motivverlauf. Die Wände sind Stoffspannrahmen (130 x 500cm) aus exakten, hochschlanken Leimbinderkanthölzern (Gewicht Einzelbauteil ca. 20 kg), bei Windstille
in der Halle sind sich von einem Mann zu handeln. Die Möbel sind schlichte Kuben, auf Gehrung gefügt, ebenfalls beschichtet mit abriebfest laminierter Druckfolie mit Standmotiv. Ihre Druckmotive und Helligkeitsverläufe wurden abgestimmt auf die jeweilige Position im Grundriss
Die Bodenplatten wurden regelmässig neu an der Oberfläche beschichtet, die Spannrahmen verfügten über eine blickdichte Grundbespannung und wurden
ebenfalls von Messe zu Messe erst vor Ort mit einer neuen, leichten Motivbespannung versehen. Die Möblierungen verfügten über eine schlichte, dauerhafte Resopalbeschichtung, die auch direkt als Oberfläche verwendet werden kann, in diesem Fall aber mit dem Motiv laminiert wurde.
Die heute möglichen Schutzlaminierungen der Motivdrucke sowie die Resopaloberflächen erlauben für den Bühnencharakter der Messe eine aus Sicht von Raumkontakt angemessene Varianz für die Oberflächen und deren Ausdruck, gleichzeitig erlauben sie eine unkomplizierte Pflege und sind weitgehend unempfindlich für Verschleiss.