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Haus zur Trülle, Zürich
Im Stadtraum
Das Haus «Zur Trülle» an Zürichs Einkaufsmeile bot einst Wohnungen, Büro- und Gewerbeflächen auf kleinstem Raum. Nach seinem Umbau definiert es «Stadtraum» in einer der Zeit angepassten, eleganten Form.
Text: Bericht des Architekten, Fotos: Ramseier & Associates Ltd., Zürich

Die Liegenschaft Bahnhofstrasse 69a, genannt Haus «Zur Trülle»», wurde im Jahre 1897 durch die Architekten Pfleghardt & Häfeli erbaut. Die Struktur des Gebäudes weist sowohl Züge der damals traditionellen Natursteinfassade auf, als auch in den unteren Bereichen eine der ersten Stahl-Glaskonstruktionen, die in Zürich gebaut wurden.
Die Bahnhofstrasse dehnt sich beim Standort der Liegenschaft auf der gegenüberliegenden Strassenseite zu einem Platz aus, welche den Bau zur Geltung bringt. Die rückwärtige Fassade an der Seidengasse reicht bis zum dritten Geschoss, wo sie sich zu einer weitläufigen Terrasse öffnet. Hier wurde die historische Struktur durch einen Aufbau erweitert, der durch die Leichtigkeit der Aluminiumfassade und durch grossformatige Verglasungen einen zeitgemässen Akzent setzt. In enger Zusammenarbeit mit der kantonalen Denkmalpflege wurde hier die vorhandene Bausubstanz unter restauratorischen Gesichtspunkten in hohem Masse wieder hergestellt und entsprechend den vorhandenen baugeschichtlichen Planvorlagen ergänzt.

Erschliessungswege
Die Erschliessung der bis zum zweiten Obergeschoss reichenden Verkaufsebenen erfolgt über neu, mit minimalen Eingriffen in denkmalgeschützte Substanz eingefügte Eingangsbereiche. Die darüber befindlichen Räumlichkeiten werden separat von der zum Gebäude gehörenden kleinen Passage erschlossen. Hier wurde ebenfalls die Substanz vorsichtig ergänzt und den neuen Bedürfnissen angepasst: Ins Treppenauge des denkmalgeschützten Aufgangs stellte man einen behindertengerechten Glaslift.
Im dritten bis fünften Geschoss befinden sich grosszügige, hohe Räumlichkeiten, die durch die hervorragend erhaltene historische Substanz geprägt werden. Im dritten Geschoss befindet sich auch der Zugang zur weitläufigen Terrasse durch den modernen Dachannex. Im vierten Obergeschoss öffnet sich das Innere sowohl durch die grossen Fenster zum Süden als auch zum Platz an der Bahnhofstrasse. Die Räume im 5. Obergeschoss erweitern das Raumprogramm nochmals grosszügig. Das 6. Obergeschoss lässt Raum als Archiv oder Lager.
In allen Etagen wurden bereits alle Vorkehrungen getroffen, um auf die Bedürfnisse der Nutzer reagieren zu können. So sind sämtliche Räume mit Leerrohren verbunden, um die IT-Technik und Elektrik einbinden zu können.

Architektur:
Andreas Ramseier & Associates Ltd., Zürich