Ein gelungenes Stück Stadtgeschichte

Mit der Überbauung «Kern Süd» ist in Uster ein neuer Stadtkern entstanden. Identitätsstiftend und elegant zurückhaltend gleichermassen.

Kern Süd
Perfekt zusammengefügt: 5060 Fassadenelemente aus vorfabriziertem, Glasfaser-armiertem Beton Cemfor aus dem Elementwerk Istighofen.
Fassadenelemente aus Beton
Mit der Überbauung «Kern Süd» ist in Uster ein neuer Stadtkern entstanden. Identitätsstiftend und elegant zurückhaltend gleichermassen.

gun. Urban wirkt es hier – zwischen Aabach, Stadtpark und Bahnhof. Ein Lebensgefühl fast wie im schicken Mailand. Der Ort ist Uster. Die Geschichte ist neu: Von 2017 bis 2018 sind im Herzen der Stadt 60 neue Mietwohnungen entstanden, ein grosszügiger Stadtplatz, 5000 m² Büros, Restaurants, Ladenlokale. Der Ort strahlt eine besondere Ruhe aus. Und wenn man in einem der Cafés sitzt, fragt man sich, wie so viel Neubau so selbstverständlich sein kann.Eine Antwort findet sich in der Architektur: harmonische Sprache, wohltuender Rhythmus, Reduktion in der Materialisierung. Weniger scheint mehr. Erst beim zweiten Blick erkennt man die Details. Das Schattenspiel auf der Fassade beispielsweise. Ausgelöst wird es durch die zahlreichen grossen, schrägen Elemente, die sich beinahe fugenfrei zu einem stimmigen Gesamtbild fügen. Das Material? Vorfabrizierter Glasfaser-armierter Beton im warmem Farbton S 302, hergestellt im Betonelementwerk Istighofen.

Betonelemente – auf den Millimeter vorfabriziert

«Viel Gleichmässigkeit, viel Systematik, sehr viel Serie», so fasst Marlise Blaser, Chefin im Element, den Auftrag zusammen. Dabei von einem einfachen Auftrag zu reden, wäre verfehlt. Die Herausforderung lag – wie so oft – auch hier im Detail. «Die Anforderungen an die Präzision, die bei Betonvorfabrikaten ohnehin gefragt ist, waren hier nochmals höher. Wir mussten auf den Millimeter genau arbeiten, damit die Fugen geschlossen bleiben.» Den hohen Anspruch an die Qualität bestätigt auch Kurt Diethelm vom gleichnamigen Fassadenbau-Unternehmen. «Für uns war wichtig, dass wir Elemente mit geringen Toleranzen geliefert bekommen», sagt er. Es gehe um Sicherheit in terminlicher Hinsicht, um eine qualitativ tadellose Ausführung und letztlich um eine möglichst geringe Fehlerquote. Deshalb arbeitete er auch bei diesem Projekt mit dem Elementwerk Istighofen zusammen: «Das funktionierte sehr gut.» Das Projekt war in vielerlei Hinsicht herausfordernd: organisatorisch, technisch, logistisch.

Für die Arbeiten an «Kern Süd» waren vom Team Diethelm acht bis zehn Montage-Mitarbeiter während eines Jahres im Einsatz. Insgesamt haben sie 5060 Elemente montiert. Auf kleinstem Raum notabene. Eng wurde der Raum auch in der Produktion in Istighofen. «Das Programm war sehr kurz, die Elemente gross in Anzahl und in der Abmessung», erklärt Blaser. Zwei mal vier Meter sei für Glasfaserbeton Cemfor schon sehr gross. Sowohl Hersteller als auch Monteure haben für alle Herausforderungen Lösungen gefunden. Das Resultat kann sich sehen lassen. «Es ist super geworden», sagt Diethelm. «Ich finde ‹Kern Süd› ein gelungenes Stück neue Stadtgeschichte», sagt Blaser.

betonelementwerk.ch

Kern Süd
Detailgenauigkeit im Betonelement, die sich im Fugenbild ablesen lässt.
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