Letzte Chance für Mulegns

Die Nova Fundaziun Origen, Trägerin des Wakkerpreises 2018, erweitert ihr Engagement für das Bergdorf Mulegns, eines der kleinsten Dörfer Graubündens. Durch den Ankauf und die Verschiebung der sogenannten Weissen Villa soll das spätklassizistische Quartier am Fallerbach erhalten und gleichzeitig die dringende Korrektion der Julierstrasse ermöglicht werden.

Weissen Villa

Die Nova Fundaziun Origen, Trägerin des Wakkerpreises 2018, erweitert ihr Engagement für das Bergdorf Mulegns, eines der kleinsten Dörfer Graubündens. Durch den Ankauf und die Verschiebung der sogenannten Weissen Villa soll das spätklassizistische Quartier am Fallerbach erhalten und gleichzeitig die dringende Korrektion der Julierstrasse ermöglicht werden. Das vom bordolesischen Architekten Jean Lafargue erbaute herrschaftliche Haus ist ein wichtiger Zeuge der Emigrationsgeschichte im Kanton Graubünden und bildet mit dem Posthotel Löwe ein einzigartiges Ensemble. Die einmalige architektonische und kulturhistorische Substanz des Dorfes Mulegns ist substanziell bedroht. Der Strassenverkehr über den Julierpass, einst Lebensnerv des Dorfes, verlangt nach breiteren Strassen. In den letzten Jahren wurden Balkone und Fensterläden von vorbeifahrenden Lastwagen abgerissen oder vorsorglich demontiert. Die wertvolle Bausubstanz wird auch durch Bauschäden bedroht. Im Posthotel Löwe sind die Dächer undicht, dadurch sind Deckenmalereien und historische Tapeten bedroht. Alte Wasserleitungen verursachen Schäden im Mauerwerk. Mulegns braucht eine grosse, schnelle und beherzte Rettungsaktion, bevor der wachsende Verkehr und der natürliche Verfall das Dorf zerstören.origen.ch

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