Hightech für die Wärmewende

Der grösste Energieverbrauchssektor ist der Wärmemarkt. Dementsprechend bietet er die höchsten Energieeinspar- und CO2-Minderungspotenziale.

Energieeinspar
In Zukunft kann die Wärmepumpe in Verbindung mit einer PV-Anlage und einem elektrischen Speicher auch im Zentrum eines Home-Energy-Management-Systems stehen.
Der grösste Energieverbrauchssektor ist der Wärmemarkt. Dementsprechend bietet er die höchsten Energieeinspar- und CO2-Minderungspotenziale.
gun. Ambitionierte Ressourcen- und Klimaschutzziele kennzeichnen den energie- und wirtschaftspolitischen Diskurs der letzten Jahre. Ein Schlüssel für die Erreichung dieser Ziele liegt im grössten Energieverbrauchssektor Europas, dem Wärmemarkt. Dieser bietet die höchsten Energieeinspar- und CO₂-Minderungspotenziale überhaupt.Sowohl für die Modernisierung als auch für den Neubau bietet die Heizungsindustrie ein umfangreiches Portfolio an hocheffizienten Lösungen.

Hybride Systeme ermöglichen hohe Effizienzgrade und die Einkopplung von erneuerbaren Energien. Eine Variante des hybriden Systems stellt die Wärmepumpe in Kombination mit einem Brennwertgerät dar. Die Wärmepumpe übernimmt in Zeiten, in denen ein geringer Wärmebedarf herrscht, die Teillast. Besteht ein hoher Wärmebedarf, wie etwa im Winter, federt das Brennwertgerät die Spitzen ab. Ebenso kann die Wärmepumpe nach dem gleichen Prinzip mit einem Festbrennstoffkessel kombiniert werden. Auch die Kombination eines Brennwertgerätes mit einer solarthermischen Anlage gilt als hybrides System und kann sowohl im Bestand als auch im Neubau eingesetzt werden. Gerade hier ist aufgrund des geringen Wärmebedarfs die Wärmepumpe als alleinstehende Lösung gut geeignet. Wünscht sich der Betreiber ein hohes Mass an Energieautarkie, kann er diese mit einer PV-Anlage kombinieren und so den selbst produzierten Strom zum Heizen nutzen. In Zukunft kann die Wärmepumpe in Verbindung mit einer PV-Anlage und einem elektrischen Speicher auch im Zentrum eines Home-Energy-Management-Systems stehen. Der Energiemanager koordiniert das Zusammenspiel von Verbrauchern und Erzeugern. Die PV-Anlage liefert günstigen Strom zum Antrieb der elektrischen Wärmepumpe. Die Kombination aus Wärmepumpe und PV-Anlage steigert die Wirtschaftlichkeit des Gesamtsystems. Der überschüssige Solarstrom, der im Gebäude nicht zeitgleich verbraucht wird, lässt sich zur Ladung des Batteriespeichers nutzen.

Schließlich stellt die Brennstoffzellenheizung eine effiziente Lösung zur Wärmeversorgung dar. Diese Technologie nutzt die chemische Energie eines Brennstoffs, wie beispielsweise Erdgas, und wandelt diese in elektrischen Strom und Wärme um. Gasbetriebene Brennstoffzellen sind extrem energieeffizient und sparen CO₂ ein. Deshalb besteht für die Brennstoffzellentechnik eine besonders attraktive Förderung. Alle modernen Wärmeerzeuger verfügen mittlerweile über eine Schnittstelle zum Internet und lassen sich somit bequem per App über Tablet oder Smartphone steuern. Das steigert nicht nur den Komfort, sondern ermöglicht zusätzliche Energieeinsparpotenziale. b

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