Solarthermie rechnet sich

Die beiden Wohnbaugenossenschaften Gewo Züri Ost und WSGU bauten 1998 die Siedlung «Im Werk» in Uster und entschieden sich für ein gasbetriebenes Blockheizkraftwerk (BHWK), kombiniert mit Gaskessel und Luft-Wasser-Wärmepumpe.

Solarthermie

Die beiden Wohnbaugenossenschaften Gewo Züri Ost und WSGU bauten 1998 die Siedlung «Im Werk» in Uster und entschieden sich für ein gasbetriebenes Blockheizkraftwerk (BHWK), kombiniert mit Gaskessel und Luft-Wasser-Wärmepumpe. Als nach 17 Jahren eine Generalüberholung des BHWK anstand, prüften die Genossenschaften alternative Lösungen zur Kostensenkung. Sie entschieden sich für eine grosse Solarthermieanlage samt Fernwartung der Anlage als Ergänzung zu einem Gaskessel. Die Bauherrschaft schloss mit Soltop einen Generalunternehmervertrag für Planung und Realisierung der Anlage ab.Seit 2018 ist die neue Wärmeversorgung nun in Betrieb. Ausgelegt ist die Anlage auf einen solaren Deckungsgrad für die Wassererwärmung von 50 bis 60 Prozent. Die rund 220 m² Flachkollektoren mit einer Absorberfläche von 190 m² sind auf dem Pultdach eines der vier Mehrfamilienhäuser installiert und liefern 120 000 kWh Wärmeenergie pro Jahr. Um die Kosten für Betrieb und Unterhalt möglichst tief zu halten, wird die Anlage von Soltop fernüberwacht. Unregelmässigkeiten oder Störungen werden so rasch erkannt und der Verwaltung gemeldet.

Die Kombination von Erdgasheizung und solarer Wassererwärmung ist eine bewährte Lösung. Mit der Einführung der neuen Energiegesetzgebung in den Kantonen, der MuKEn 2014, wird die Solarthermie bei Heizungssanierungen vermehrt zum Zug kommen. Vorgesehen ist, dass beim Ersatz von fossilen Heizungen mindestens 10 Prozent des Wärmebedarfs mit erneuerbaren Energien gedeckt werden müssen. Als Ergänzung zur Gas- oder Holzheizung eignet sich die Solarthermie bestens. Sie ist die direkteste und effizienteste Nutzung der Sonnenenergie. Doch was einfach klingt, birgt einige Herausforderungen. «Entscheidend ist die korrekte Dimensionierung», erklärt Ueli Frei, Projektleiter bei Soltop. Ist die Anlage zu klein, wird nicht der gewünschte Deckungsgrad erreicht. Ist sie hingegen zu gross, kann die Wärme aus den Kollektoren im Sommer nicht abgeführt werden.

soltop.ch

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