Ein Museum für alle Sinne

Das 2018 eröffnete Schweizer Mosterei- und Brennereimuseum in Arbon ist weit über die Kantonsgrenzen hinaus bekannt. Hinter dem Projekt steht mit der Mosterei Möhl ein renommiertes Unternehmen, das eng mit der Region verbunden ist.

MoMö
Architektonisch verbindet das MoMö das Bild einer traditionellen Scheune mit Elementen industrieller Architektur. Ein markantes Merkmal ist die 885 Quadratmeter grosse Holzfassade.
Foto: R. Gantenbein
In Arbon beherbergt ein moderner Bau mit traditionellen Elementen das Schweizer Mostereimuseum. Die Holzfassade wurde aus Schweizer Fichtenholz mit einer Lasur von Teknos Feyco realisiert.
Jochen Krings (Text)

Das 2018 eröffnete Schweizer Mosterei- und Brennereimuseum in Arbon ist weit über die Kantonsgrenzen hinaus bekannt. Hinter dem Projekt steht mit der Mosterei Möhl ein renommiertes Unternehmen, das eng mit der Region verbunden ist. Zur Idee für das Museum kam es, als die Mosterei einen Neubau für ihre Holzfässer plante und zur gleichen Zeit das Mosterei-Museum der Fachhochschule Wädenswil aufgelöst werden musste. Am Ende zügelten die Exponate in den Thurgau, und es entstand ein interaktives Museum, in dem man mit allen Sinnen der Entstehung von Apfelsaft, Cider und Hochprozentigem nachspüren kann.
Entworfen wurde der Bau von Harder Spreyermann mit der ausführenden Architektin Nicole Gamisch. Architektonisch verbindet das MoMö, wie es liebevoll genannt wird, das Bild einer traditionellen Scheune mit Elementen industrieller Architektur. Ein markantes Merkmal ist die 885 Quadratmeter grosse Holzfassade. Sie nimmt den landwirtschaftlichen Baustil der Region auf und wurde mit heimischem Fichtenholz realisiert. Geliefert wurde das Holz von der Hobelwerk Holz Stürm AG.

Nachhaltige Lasur von Teknos

Für beste Optik und Witterungsbeständigkeit sorgt eine Behandlung mit «Eterno Fassadengrau» von Teknos, einer
Minergie-Eco-tauglichen Holzlasur, die sich durch eine besonders hohe Witterungsbeständigkeit auszeichnet. Beim Museumsbau entschieden sich Bauherrschaft und Architektin für einen graubraunen Farbton mit Perlmutteffekt.
Holz Stürm behandelte die sägerohen Fassadenelemente in einem Flut-Walz-Verfahren. «Anders als meist üblich, behandeln wir nicht nur drei Seiten, sondern allseitig. Wir haben mit diesem Verfahren sehr gute Erfahrungen gemacht. Auch «Eterno Fassadengrau» setzen wir häufig ein, die behandelten Elemente sind äusserst wetterbeständig», erläutert Geschäftsführer Jörg Meyer. Ausgeführt wurde die Fassade im Frühjahr 2018 von C. Huber Holzbau GmbH. Dabei wurden die Elemente als Plus-Minus-Verschalung mit der Herzseite nach aussen montiert.

Hervorragende Standfestigkeit

Nach 2½ Jahren ist die Fassade in ausgezeichnetem Zustand, wie Teknos-Fachberater Daniel Pfister nach genauer Inaugenscheinnahme bestätigt: «Als erhaltendes System benötigt ‹Eterno Fassadengrau› in gewissen Intervallen Pflegeanstriche, meist alle 6 bis 10 Jahre. Beim MoMö ist das noch lange nicht erforderlich. In der Langzeitbegutachtung von vielen Objekten zeigt sich immer wieder, dass ‹Eterno Fassadengrau› auch im Vergleich zu anderen Lösungen am Markt eine hervorragende Standfestigkeit von Fassaden ermöglicht.» Gute Aussichten also für die Zukunft des Schweizer Mostereimuseums, das längst kein Geheimtipp mehr ist. Aus einem glücklichen Zufall ist ein erfolgreiches Museumsprojekt geworden. Auch Firmenpatron Ernst Möhl ist mit «seinem» Museum rundum zufrieden: «Es isch chaibe guet worde.»

teknos.ch

holzstuerm.ch

moehl.ch

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