Umfassend erneuert

Nach rund drei Jahren Bauzeit wurde die sanierte Gewerbliche Berufsschule Wetzikon (GBW) offiziell eingeweiht. Entstanden ist eine einladende und nachhaltige Schulanlage, die den rund 2600 Lernenden ein zeitgemässes Lernumfeld bietet.

Das Projekt steht exemplarisch für das ressourcenschonende Weiterbauen an bestehenden Gebäuden. Fotos: Jusuf Supuk

Von der sanierten Schulanlage profitieren Lernende und Lehrpersonen aus den Bereichen Auto, Bau, Elektro, Garten, Holz und Unterhalt. Nun befinden sich alle Unterrichtsflächen unter einem Dach, was den Schulbetrieb auch für die Lernenden vereinfacht. Die dafür früher extern angemieteten Schulstandorte Poststrasse und Guldisloo werden damit nicht mehr benötigt.

Bessere Akustik, angenehmere Atmosphäre

Im Erdgeschoss befindet sich ein einladender Eingangs- und Empfangsbereich. Der bisherige Nebeneingang an der Tödistrasse ist nun der Haupteingang, da er optimal an die Bushaltestelle und das Dorfzentrum angebunden ist. Helle Korridore, offene Aufenthalts- und Selbstlernbereiche sowie eine bessere Akustik schaffen für Lernende wie Lehrpersonen eine angenehme Atmosphäre. Die erweiterte Mensa und der neue Mehrzweckraum bieten Platz für grössere Informationsanlässe und Veranstaltungen. Diese Räume können auch extern genutzt werden. Im Aussenraum befindet sich ein Freiluft-Werkhof, der sich für den Pausenaufenthalt eignet und als Lern- und Begegnungsort dient.

Umweltfreundlicher Betrieb mit innovativer Lüftung

Die erneuerte Schulanlage leistet einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und zur Energieeffizienz. Das Gebäude erfüllt den Nachhaltigkeitsstandard des Kantons Zürich. Es ist mit moderner Haustechnik und einer Photovoltaikanlage ausgestattet und nutzt erneuerbare Energien. Die energetisch optimierte Fassade und Gebäudehülle entsprechen dem Minergie-Standard. Besonders hervorzuheben sind die dezentralen Lüftungsgeräte, die direkt in die Fassade eingebaut sind – ein Novum für Schweizer Schulgebäude.

Prinzip «Weiterbauen»

Das Architekturbüro Galli Rudolf Architekten AG achtete bei der Planung auf eine sorgfältige Balance zwischen Erhalt und Erneuerung. Das Projekt steht exemplarisch für das ressourcenschonende Weiterbauen an bestehenden Gebäuden. So nahm der Umbau Rücksicht auf die bauhistorisch erhaltenswerten Elemente des Gebäudes wie beispielsweise die markanten Treppenhäuser aus den 1960er-Jahren. Neu schuf man hingegen für die verschiedenen Gebäude eine einheitliche Fassade.

zh.ch

(Visited 10 times, 10 visits today)

Weitere Beiträge zum Thema

up to date mit dem
Architektur+Technik Newsletter
Erhalten Sie exklusive Trends und praxisnahe Innovationen mit Architektur+Technik –direkt in Ihr Postfach.
anmelden!
Sie können sich jederzeit abmelden!
close-link