In Hamburg wird eine ehemalige Apotheke vom Architekturbüro Kosmo zu einer Kaffeeboutique vergoldet.

In Hamburg wird eine ehemalige Apotheke für Elbgold zu einer Kaffeeboutique umgestaltet. Elemente der früheren Nutzung bleiben sichtbar und prägen weiterhin die Atmosphäre.

Bilder: Hannes Heitmüller und Lillit Hilpold

Anstatt eine neue räumliche Ordnung zu schaffen, entwickelt der Entwurf den Bestand durch präzise Eingriffe weiter. Die bestehenden Proportionen bleiben erhalten, während gekrümmte Wandpaneele und gezielt platzierte Möbel die Raumwahrnehmung und Bewegungsabläufe subtil beeinflussen.

Eine diagonal positionierte Theke aus Recyclingbeton bildet das zentrale Element im Erdgeschoss. Sie strukturiert den Raum, bündelt Zubereitung und Service und schafft klare Funktionsbereiche ohne zusätzliche Trennwände. Gleichzeitig ermöglicht sie die Interaktion zwischen Mitarbeitenden und Besuchenden. Das Untergeschoss bleibt visuell mit der Strasse verbunden; die offen inszenierten Cold-Dripper machen den Zubereitungsprozess sichtbar.

Die Materialisierung folgt einem reduzierten, nachhaltigen Ansatz mit Bodenbelägen aus recycelten Fischernetzen, Kalkputz, Eiche, Recyclingbeton und Edelstahl. Im Fokus stehen Recyclingfähigkeit, Robustheit und Pflegeleichtigkeit. Qualität, Langlebigkeit und präzise Verarbeitung reduzieren den langfristigen Materialverbrauch.

Elbgolds Werte – fair gehandelter Kaffee, langfristige Beziehungen und Liebe zum Detail – spiegeln sich in Materialität und Atmosphäre wider. So entsteht eine Boutique, in der Raumstruktur, Funktion und Material eine präzise abgestimmte Einheit bilden.

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