Beton als Ausdruck von Kultur

Die plastischen Konturen und die Anordnung vorfabrizierter Stützen aus warmtonig lasiertem Stahlbeton prägen das Maison Davidoff.

Maison Davidoff
Spezialanfertigungen: Eine der 210 Stützen kurz nach der Produktion in Rickenbach.
Die plastischen Konturen und die Anordnung vorfabrizierter Stützen aus warmtonig lasiertem Stahlbeton prägen das Maison Davidoff.
gun. Ein tragendes Stahlbetonskelett mit 210 runden Stützen prägt die Fassade des Maison Davidoff. Die Betonstützen sind gegen oben und unten verjüngt. In Achsabständen von drei Metern auf den langen und knapp fünf Metern auf den kurzen Seiten aussen ums Haus geführt, gliedern sie den Raum zwischen den Geschossdecken. Wie bei allen übrigen Sichtbetonteilen wurden die Oberflächen dieser von der Müller-Steinag Element AG hergestellten Stützen mit spezieller Betonlasurtechnik vor Ort veredelt. Nach mehreren Schritten der Bemusterung wurde schliesslich der finale warme Farbton festgelegt – wohl als unaufdringliche Reminiszenz an die Karibik? Jedenfalls wurde die nach aussen gerichtete erdige Tonalität auch zum Ausgangspunkt für die Wahl aller inneren Ausbauelemente; neben der elegant-städtischen Erscheinung soll der Bau von aussen und innen mit der Natur verbunden wirken, so, wie sie gegebenermassen ja auch im Zentrum der Tabakwarenproduktion von Oettinger Davidoff steht. Kunstwerke in den verschiedensten Stockwerken, die von Künstlern der Davidoff Art Initiative kreiert wurden, reflektieren zusätzlich die Grundwerte des Schweizer Konzerns: Respekt vor der Natur, die Bewahrung traditioneller Verfahren beim Anbau von Premiumtabaken und bei der Zigarrenfertigung und schliesslich die Besinnung auf das kulturelle künstlerische Erbe und die zeitgenössische Kunstszene der Karibik.

Verlangsamung als Wert in der Hektik

Die Stützenform ist aus der idealen Formgebung des gelenkigen Knickstabs hergeleitet. Mit der Aussenlinie einer Sinushalbwelle wurde sie zum charakteristischen Element des Baus. Bei jedem Schritt und im sich ständig verändernden Spiel von Licht und Schatten wirken die Säulen auf gediegene Art verlangsamend – und keineswegs überheblich, drückend oder protzig. Die mehrstöckige langgestreckte Halle mit Attikageschoss mit Arbeitsplätzen und Boardroom, Zigarrenlounges und Cafeteria, die auch einen raumgrossen Humidor beherbergt, «leben» vom besonderen Charme des architektonischen Chors vorfabrizierter lasierter Stahlbetonelemente.

ms-element.ch
betonlink.ch/davidoff

Maison Davidoff
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