Eine Fassade mit vielen Facetten
Am Waldeggweg in Kloten ist ein siebengeschossiger Neubau entstanden, der Wohnen und Arbeiten in unmittelbarer Nähe zum Hardwald vereint. Die Fassade prägt das Erscheinungsbild wesentlich: Sie kombiniert unterschiedliche Materialien, Oberflächen und Farbtöne zu einem präzise komponierten Bild.

Die Fassade basiert auf einem verputzten Aussenwärmedämmsystem (VAWD), ergänzt durch keramische Beläge im Sockelbereich sowie vorgefertigte Betonelemente. Vertikale Kammputzstrukturen treffen auf fein gefilzte Oberflächen, während Klinkerriemchen in Erdgeschoss und Durchgängen robuste Akzente setzen. Diese Kombination stellte hohe Anforderungen an die Detailplanung – insbesondere an die Übergänge zwischen den Materialien.
Die horizontale Strukturierung der Fassade erfolgt über durchlaufende Gurtgesimse sowie Fenster- und Loggiaeinfassungen aus Beton. Diese vorgefertigten Elemente gliedern die Gebäudehülle, definieren saubere Abschlüsse zwischen den Materialwechseln und erleichtern die Ausführung der Putzflächen in Etappen.

Material und System im Detail abgestimmt
Zum Einsatz kam ein Fassadensystem der Karl Bubenhofer AG mit Steinwolldämmung, Einbettmörtel, mineralischen Deckputzen sowie einem schützenden Schlussanstrich. «Die Stärke liegt im Systemgedanken: Alle Komponenten greifen ineinander und sorgen für eine langfristig funktionierende Lösung», erklärt Roman Brunner, Leiter Produktmanagement Fassadendämmung bei der Karl Bubenhofer AG.
Die Fassadenwirkung wird wesentlich durch die differenzierten Putzstrukturen bestimmt. Neben klassischen Abrieben kommt ein fein gefilzter Deckputz mit 0,5 Millimeter Korngrösse zum Einsatz, der höchste Anforderungen an die Ebenheit des Untergrunds stellt. «Der Feinputz verzeiht nichts – was im Untergrund nicht stimmt, wird sichtbar», sagt Urs Wintsch, Geschäftsführer Fassadenbau der Isi & Hegglin AG. Ergänzt wird dieser durch vertikale Strukturen, die mit speziell gefertigten Traufeln ausgeführt wurden. Gemeinsam mit den Projektbeteiligten entwickelte die Karl Bubenhofer AG anhand von Bemusterungen die geeigneten Oberflächen und Details.

Koordination und Präzision in der Ausführung
Die Umsetzung erforderte eine enge Koordination der Gewerke. Vor allem die Montage der schweren Betonelemente – ausgeführt mittels Kran und in Etappen – beeinflusste den Bauablauf wesentlich. Erst nach deren Versetzung konnten die Fassadenarbeiten aufgenommen werden. Besondere Aufmerksamkeit galt den Bauteilanschlüssen, die in Abstimmung mit der Karl Bubenhofer AG ausgeführt wurden: Wartungsarme Fugendichtbänder und präzise Übergänge tragen zur Langlebigkeit der Fassade bei.
Das Projekt zeigt, wie sich unterschiedliche Materialien, Strukturen und Systeme zu einer dauerhaft funktionierenden Gebäudehülle verbinden lassen.

