Europas grösste Grünfassade wurde vom Fassadenbauunternehmen Frener & Reifer geplant und umgesetzt
Mit dem Kö-Bogen II in Düsseldorf realisierte Ingenhoven Associates einen Meilenstein nachhaltiger Stadtarchitektur. Die Planung und Umsetzung der gesamten Fassade verantwortete das Südtiroler Fassadenbauunternehmen Frener & Reifer.

Die Nord- und Westfassaden sind bis zu 40 Grad geneigt und mit 1960 Laufmetern Pflanztrögen aus Stahl ausgestattet. Rund 2800 Quadratmeter Fassadenfläche sind mit Hainbuchen bepflanzt. Die Tröge – mit einem Gewicht von etwa 260 Kilogramm pro Laufmeter – sind auf einer tragenden Stahlunterkonstruktion montiert und mittels einer mehrschichtigen Fassadenkonstruktion aus Beton, Dämmung, Stahl und Aluminium in die Gebäudehülle integriert.

Besondere technische Anforderungen ergaben sich aus der gekrümmten Geometrie der Westfassade sowie aus den über Dachkanten auskragenden Trögen. Die Pflanztröge sind wasserdicht und langlebig dank einer speziellen Duplex-Beschichtung aus Feuerverzinkung und Farbanstrich. Die Stahlstruktur wird alle zwei Meter von massiven Trägern gestützt. Die Tröge enthalten ein Substrat für Nährstoffversorgung und Drainage, überschüssiges Wasser wird über Abflusskanäle in eine 80 auf 80 Zentimeter grosse Rinne abgeleitet. Das vollautomatische Bewässerungssystem ist in die Fassade integriert und arbeitet mit Feuchtigkeits- und Temperatursensoren.

