Hochwertige Restaurierung

«The Whiteley» gilt als erstes Luxus-Kaufhaus Londons. In den letzten Jahren wurde der riesige Komplex von Foster + Partners aufwendig ins 21. Jahrhundert überführt. Eine der eindrucksvollsten historischen Fassaden Londons erhielt dabei neue Bedeutung.

Insgesamt 170 hochgradig auf Mass gefertigte Fenster mussten als Spezialanfertigungen entworfen, hergestellt und eingebaut werden. Fotos: Tim Fisher

Die Restaurierung und Konservierung des architektonischen Meisterwerks «The Whiteley» durch Propak Architectural Glazing und Jansen schlägt eine beispielhafte Brücke zwischen Vergangenheit und Zukunft.

Heute umfasst das mit «Breeam Excellent» zertifizierte Projekt 139 Luxuswohnungen, 20 Geschäfte, Cafés und Restaurants, ein Kino, ein Fitnessstudio, eine Tiefgarage und das Six Senses Hotel & Spa.

Insgesamt 170 hochgradig auf Mass gefertigte Fenster mussten als Spezialanfertigungen entworfen, hergestellt und eingebaut werden. Fotos: Tim Fisher

Aufgrund der Einfach-Verglasung der alten Fenster war es erforderlich, eine Lösung zu entwickeln, welche die thermische Effizienz verbesserte, ohne auf eine Sekundärverglasung zurückzugreifen. Das Ziel war eine thermisch optimierte Nachbildung der Originalfenster. Insgesamt 170 hochgradig auf Mass gefertigte Fenster mussten als Spezialanfertigungen entworfen, hergestellt und eingebaut werden. Dabei legte Propak besonderen Wert darauf, so viele Originalelemente wie möglich in das neue Design zu integrieren. Eine zentrale Herausforderung bestand darin, einerseits die geforderten Wärmedämmwerte zu erreichen und andererseits die schlanken Profilansichten der ursprünglichen Fenster zu bewahren. Das Stahlprofilsystem «Janisol Arte 66» von Jansen erwies sich hierfür als optimal. Die spezielle Adaption des Systems ermöglicht es, bei einer Grundtiefe von lediglich 66 Millimetern äusserst schmale Ansichtsbreiten des äusseren Fensterrahmens von nur 25 Millimetern zu realisieren.

Das Stahlprofilsystem «Janisol Arte 66» von Jansen erwies sich als optimal.

Originalgetreue Rekonstruktion

Die rund 100 Jahre alte, denkmalgeschützte Fassade (Grade II) erhielt höchste Aufmerksamkeit. Am Schweizer Firmensitz von Jansen wurden aus den Profilen unter anderem auch gewölbte Kopfprofile gewalzt, um die spezifischen Anforderungen des Projekts zu erfüllen. Propak liess die Fenster testen, um alle Anforderungen an Luftdichtheit, Windlast, Wasserschutz, Schallschutz und Wärmedämmung zu erfüllen.

Die ursprünglichen Fenster bestanden aus einer Matrix von Einzelglasscheiben, deren Zustand stark beschädigt war. Aufgrund der Einfach-Verglasung der alten Fenster war es erforderlich, eine Lösung zu entwickeln, die die thermische Effizienz verbesserte, ohne auf eine Sekundärverglasung zurückzugreifen.

Verschiedenste Konfigurationen wie gewölbte Köpfe, Erker, komplizierte gekrümmte und gewölbte Fenster kamen bei dem Projekt zur Anwendung.

Für Propak stellte dieses Projekt das grösste Vorhaben für massgeschneiderte Stahlfenster an einer historischen Fassade in Grossbritannien dar: 170 hochgradig auf Mass gefertigte Fenster mussten als Spezialanfertigungen entworfen, hergestellt und eingebaut werden.

Die Fenster weisen verschiedenste Konfigurationen auf, darunter gewölbte Köpfe, Erker, komplizierte gekrümmte und gewölbte Fenster, deren Herstellung ein Höchstmass an handwerklicher Expertise erforderte. Alle Fenster verfügen über eine Stahlkonstruktion, die die vom ursprünglichen Gebäude stammenden Blenden und Pfosten hält – allein die Blenden wiegen über 500 Kilogramm pro Fenster.

jansen.com

(Visited 18 times, 1 visits today)

Weitere Beiträge zum Thema

up to date mit dem
Architektur+Technik Newsletter
Erhalten Sie exklusive Trends und praxisnahe Innovationen mit Architektur+Technik –direkt in Ihr Postfach.
anmelden!
Sie können sich jederzeit abmelden!
close-link