Wohnen im Dialog mit Freiraum und Fassade

Mit dem Wohnbauprojekt „Neumatt 2.0“ entstand ein Wohnquartier im Minergie-P-Standard. Grosszügige Fensterflächen und umlaufende Balkone prägen die vier Wohnhäuser, während die Sonnenschutzsysteme „;zip 6“ von MHZ grossformatige Verglasungen verschatten und je nach Einsatz zu einem ruhigen, homogenen oder dezent verspielten Fassadenbild beitragen.

Die Wohnhäuser verbinden zeitgemässe Architektur mit hohen Anforderungen an Energieeffizienz und Wohnkomfort. Fotos: Markus Beyeler

Das Quartier wurde im Minergie- P-Standard realisiert. Im Fokus stehen ein reduzierter Energieverbrauch, langlebige Baukonstruktionen sowie ein ausgeglichenes Raumklima durch ressourcenschonende Gebäudetechnik.

Eine zentrale Rolle im Fassadenkonzept übernimmt der aussenliegende Sonnenschutz. Für «Neumatt 2.0» lieferte MHZ insgesamt 464 Senkrechtmarkisen des Typs «zip 6» für 76 Wohnungen mit Elementgrössen von bis zu 3,95 Metern Breite und 3,30 Metern Höhe. Die Systeme sind vor den grossformatigen Verglasungen und entlang der umlaufenden Balkone angeordnet. Der Sonnenschutz ergänzt die architektonische Fassade um eine zusätzliche funktionale Schicht: Neben dem sommerlichen Wärmeschutz für die Innenräume übernehmen sie auch die Verschattung der vorgelagerten Aussenbereiche und schaffen geschützte Zonen mit hoher Privatheit für die Bewohnenden.

Erfolgreiches Pilotprojekt

Die «zip 6» ist für grossflächige Verglasungen konzipiert und ermöglicht Anlagenbreiten von bis zu sechs Metern bei einer Höhe von 3,50 Metern. Charakteristisch ist die nur 110 Millimeter hohe Kassette. Dadurch entsteht trotz unterschiedlicher Fensterformate ein homogenes Erscheinungsbild der Fassade. «Kurz vor der Realisierung von ‚Neumatt 2.0‘ haben wir von der Neuheit ‚zip 6‘-Senkrechtmarkise von MHZ erfahren. Die kompakten Abmessungen der Kassette, die möglichen Spannweiten und das reduzierte Design haben uns überzeugt», erläutert Simon Birri, Geschäftsleiter von Birri Architekten AG. Da zum Zeitpunkt der Planung noch keine Referenzobjekte vorlagen, wurde «Neumatt 2.0» zum Pilotprojekt der Produktentwicklung.

Die variabel genutzten «zip 6»-Senkrechtmarkisen erzeugen ein differenziertes Wechselspiel aus Offenheit, Verschattung und Privatheit.

Technisch basiert das System auf einer integrierten Wellenausgleichsvorrichtung, die auch bei grossen Breiten ein gleichmässiges Auf- und Abwickeln des Tuchs gewährleistet. Die patentierte Lösung wurde 2024 mit dem «R+T Innovationspreis 2024» ausgezeichnet. In der Praxis bestätigt sich die Funktionalität: «Nach rund zehn Monaten Nutzung und auch bei windreichen Bedingungen zeigt sich das System zuverlässig und erfüllt die Erwartungen von Bauherrschaft, Planenden und Bewohnenden», so Birri.

Vor den raumhohen Verglasungen und entlang der umlaufenden Balkone bilden die Senkrechtmarkisen eine textile Schicht vor der Fassade.

Mit «Neumatt 2.0» entstand ein Wohnquartier, das nachhaltige Bauweise, gemeinschaftliche Freiräume und funktionale Architektur miteinander verbindet. Die textile Verschattung von MHZ ergänzt das Konzept um eine technisch und gestalterisch präzise Lösung für grossformatige Wohnarchitektur.

mhz.ch

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