Erweitert

Ein Schwerpunktkrankenhaus in Passau erweitert sein Areal um ein modernes Bettenhaus. Der von ATP Architekten Ingenieure geplante Neubau ist auf eine heilungsfördernde Umgebung für die zu Behandelnden und ein optimales Arbeitsumfeld für das medizinische Personal ausgerichtet.

Im neuen Bettenhaus sind unter anderem drei Ambulanzen und sechs Stationen mit 184 Betten angesiedelt. Fotos: ATP Architekten Ingenieure, Friedmann

An seine Kapazitätsgrenzen gestossen, beauftragte das Klinikum Passau ATP Architekten Ingenieure mit einem Neubau, der den bestehenden Platzproblemen entgegenwirken und die Position des Klinikums als führendes Schwerpunktkrankenhaus im ostbayrischen Raum festigen soll. Das ATP-Team in Nürnberg plante das Gebäude unter Berücksichtigung höchster funktionaler, technischer und gestalterischer Anforderungen, mit Fokus auf die Optimierung der Versorgung der zu Behandelnden und der logistischen Abläufe für das medizinische Personal.

Mit Blick auf die langfristige Entwicklung des Klinikums Passau hat das ATP-Team im Vorfeld eine Zielplanung ausgearbeitet. In einer funktionalen Schwachstellenanalyse konnten Mängel und Problemstellen früh erkannt und gelöst werden. Zukünftige Erweiterungen auf dem rund 9000 Quadratmeter grossen Klinikareal sind in der Planung deshalb mitberücksichtigt.

Neubau Bettenhaus

Der sechste Bauabschnitt ist mit einer Gesamtfläche von rund 16 500 Quadratmetern das bisher grösste Projekt des Klinikums. Im neuen Bettenhaus sind drei Ambulanzen und sechs Stationen mit 184 Betten angesiedelt, ebenso eine Praxis für Pathologie, das Zentrallager sowie Büro- und Seminarräume.

Das Gebäude gliedert sich in zwei Hauptbauteile mit sechs Ebenen, drei Lichthöfe dienen der Belüftung von Aufenthalts- und Arbeitsräumen. Gestalterisch orientiert sich der Neubau am Bestand und wahrt den städtebaulichen Massstab der Umgebung. Der Grundriss ist klar nach Funktionsbereichen strukturiert und ermöglicht kurze Wege für das Klinikpersonal sowie eine intuitive Orientierung.

Gestalterisch orientiert sich der Neubau am Bestand und wahrt den städtebaulichen Massstab der Umgebung.

Heilungsförderndes Umfeld

Das neue Bettenhaus des Klinikums Passau ist konsequent auf die Prinzipien eines heilungsfördernden Umfelds ausgerichtet. Die Versorgung mit Tageslicht, Farb- und Materialkonzepte mit hellen Tönen und Holzoberflächen schaffen eine freundliche Atmosphäre. Die Raumgestaltung berücksichtigt ausserdem die Wahrnehmung von erkrankten Menschen und wirkt bewusst dem Gefühl von Verlorenheit entgegen.

Eine Besonderheit ist die Palliativstation im obersten Geschoss: Die zurückspringende Fassade erzeugt dort grosszügige Balkone, auf dem die Betten ins Freie gebracht werden können – sogar für eine Übernachtung unter freiem Himmel. Dieses einzigartige Angebot erweitert die Aufenthaltsqualität um eine Dimension, die den Bedürfnissen schwerkranker Menschen nach Nähe zur Natur gerecht wird.

atp.ag

(Visited 4 times, 4 visits today)

Weitere Beiträge zum Thema

up to date mit dem
Architektur+Technik Newsletter
Erhalten Sie exklusive Trends und praxisnahe Innovationen mit Architektur+Technik –direkt in Ihr Postfach.
anmelden!
Sie können sich jederzeit abmelden!
close-link