Neuer Quartierbaustein für Zürich
Für ein Areal an der Grenze zwischen Höngg und Wipkingen erarbeiteten acht Teams verschiedene Projektlösungen. Ziel war es, die Anzahl der Wohnungen deutlich zu erhöhen, die Bestandsbauten wo sinnvoll zu erhalten und der städtebaulich anspruchsvollen Ausgangslage Rechnung zu tragen.

Das Beurteilungsgremium des durch Pensimo durchgeführten Studienauftrags hat einstimmig den Entwurf von Solanellas Van Noten Meister Architekten mit BÖE Studio Landschaftsarchitektur zur Weiterbearbeitung des Areals an der Zürcher Ackersteinstrasse empfohlen. Für die Parzelle am Südportal des Käferberg-Bahntunnels sehen die Planenden vor, einen Teil der Baukörper zu erhalten, aufzustocken und durch weitere Neubauten zu ergänzen. Dadurch verdoppeln sie die Wohnungszahl von 67 auf 135.
Stimmige Dichte
Die Eigentümerin, die Anlagestiftung Pensimo, möchte der bestehenden Mieterschaft nach Möglichkeit den Verbleib anbieten und durch Etappierung der Bauphasen eine sozialverträgliche Umsetzung erreichen. Das Projekt erzielt eine stimmige städtebauliche Dichte durch überzeugende Gebäudesetzung, differenzierte Höhenstaffelung und arealöffnende Freiraumkonzeption. Zugleich überzeugt der Übergang zu den benachbarten Wohnquartieren.
Klimafreundlich und vielfältig
Besonderes Augenmerk richtet das Projekt auf einen niedrigen CO₂-Fussabdruck. Dies gelingt durch Bestandserhalt, Minimierung unterirdischer Gebäudeteile, clevere Bausysteme und Reuse von Bauteilen. So wird die graue Energie gegenüber konventionellen Neubauten markant reduziert. Insgesamt lässt das Projekt einen vielfältigen Wohn- und Lebensraum erwarten. Die Fertigstellung der Überbauung, die zukünftig 400 Menschen Heimat bieten wird, plant die Eigentümerschaft gestaffelt ab 2030.
