Identitätsstiftende Wirkung

Markus Wolf ist Architekt und Geschäftsführer der Ritter Schumacher AG. Im Interview verrät er weitere Details zum Projekt in Grüsch.

Wie konnte es trotz der Eingriffstiefe gelingen, den bedeutenden Charakter des Ausgangsgebäudes zu konservieren oder zu verstärken?

Unser Ansatz war ein klarer Dialog zwischen Bestand und Neuem. Das historische Hauptgebäude wurde erhalten und sorgfältig weiterentwickelt, während neue Bauteile – insbesondere der Turm – bewusst als eigenständige Ergänzungen formuliert wurden. Die PV-Fassade verstärkt diesen Ansatz zusätzlich: Sie macht den neuen Teil als zeitgenössische Schicht sichtbar. Die Geschichte des Ortes bleibt lesbar und wird gleichzeitig weitergeschrieben.

Wie bewerten Sie die architektonische Bedeutung des realisierten Projekts für seinen Standort in Grüsch?

Das Projekt hat für Grüsch eine identitätsstiftende Wirkung. Der neue Turm mit seiner Photovoltaikfassade ist weithin sichtbar und setzt ein klares Zeichen für eine zukunftsgerichtete Baukultur. Gleichzeitig bleibt die Mühle als historisches Wahrzeichen im Ortsbild präsent. Die Verbindung von Bestand, Transformation und innovativer Energienutzung macht das Projekt zu einem Referenzbeispiel für nachhaltige Entwicklung im ländlichen Kontext.

Welche Vorzüge der Swisspearl-Produkte führten zu deren Verwendung in dem Projekt?

Für das Gebäude war die Kombination aus Energieproduktion und architektonischer Integration entscheidend. Die Photovoltaikmodule von Swisspearl sind nicht als additive Technik gedacht, sondern als integraler Bestandteil der Gebäudehülle. Gerade beim Wohnturm konnten wir so eine Fassade entwickeln, die gleichzeitig Energie erzeugt und das Erscheinungsbild prägt. Die modulare Systematik ermöglichte eine einfache und präzise architektonische Umsetzung.

Wie tragen die Produkte von Swisspearl dazu bei, die Nachhaltigkeitsziele des Projektes zu verwirklichen?

Die Photovoltaikfassade ist ein zentrales Element des Energiekonzepts. Zusammen mit der Dachanlage deckt sie einen Grossteil des Eigenstrombedarfs des Gebäudes. Die Fassadenmodule liefern dabei vor allem wertvollen Winterstrom und so einen wesentlichen Beitrag zur Energieproduktion und ermöglichen eine maximale Nutzung der Gebäudehülle zur Stromgewinnung. Damit wird die Architektur selbst zum Energieträger – ein entscheidender Schritt hin zu einem Gebäude, das über den gesamten Lebenszyklus nachhaltig funktioniert.

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