Haus- und Wohnungsbau – Ein ganz besonderes Stück Städtebau

In Chêne-Bougeries GE haben Luscher Architectes SA mit dem Projekt Les Hauts-de-Malagnou einen Ort geschaffen, der eine außergewöhnliche Lebensqualität im bewohnbaren Park bietet.

Les Hauts-de-Malagnou
Von Uwe Guntern (Redaktion) und Pierre Boss (Bilder)
In Chêne-Bougeries GE haben Luscher Architectes SA mit dem Projekt Les Hauts-de-Malagnou einen Ort geschaffen, der eine außergewöhnliche Lebensqualität im bewohnbaren Park bietet.

Das Konzept für das neue Projekt Les Hauts-de-Malagnou zeigt Respekt gegenüber dem Ort und entspricht vollumfänglich den Baugesetzen. Das Projekt ist Teil einer ganz besonderen Anlage, eines bewaldeten Parks von etwa 8000 m2, in dessen Mitte ein ehemaliges Herrenhaus steht. Der Ort liegt an der Schnittstelle zwischen Stadt und Land im Südosten von Genf. Diese Übergangssituation von einer mineralischen zu einer eher pflanzlichen Umgebung prägt das gesamte Projekt.Eine ausgewogene Balance bestimmt die Zusammensetzung des Ganzen sowie das Verhältnis zwischen bebauten und unbebauten Flächen. Berücksichtigt wurden dabei die natürlichen wertvollen Elemente. Der hohe architektonische Ausdruck, der auf einer Revitalisierung des ehemals privaten Anwesens beruht, führte dazu, dass dieser Park zu einem nachhaltigen Lebensraum wurde.

Stadt- und Landschaftsplanung

Das Entwicklungskonzept wird durch die vorbildliche landschaftliche Qualität des Ortes bestimmt. Dieser bietet eine Lebensqualität, die diesen Park sowohl individuell als auch kollektiv bewohnbar macht. Unter Berücksichtigung der Beschaffenheit der vorhandenen natürlichen Gegebenheiten ist die bebaute Fläche so gestaltet, dass wertvolle Pflanzenarten erhalten bleiben und gleichzeitig dieser Oase von einst Identität verliehen wird.

Die Gebäude – vier davon sind Wohnbauten, das Fünfte ist ein Verwaltungsbau – gruppieren sich um ein großes zentrales Areal, das im bestehenden Park «natürlich» gehalten wird mit dem doppelten Ziel, die Vegetation zu schützen und eine enge und nachhaltige Nachbarschaft mit der bestehenden Pflanzenwelt zu gewährleisten.

Schutz der Waldgebiete

Von Anfang an war das Ziel klar: Es ging darum, diesen Park wirklich zu bewohnen. Daher war man bestrebt, die ursprüngliche Umgebung so weit wie möglich zu bewahren. Um die Waldgebiete zu schützen, war während der gesamten Baudauer ganz besondere Sorgfalt erforderlich .

Der Komplex präsentiert sich somit als eine neue Fußgängerzone, die den Park umgibt und neu definiert. Sie schützt ihn gleichzeitig vor den Belästigungen, die ihn umgeben, besonders vor denjenigen, die mit der Hauptverkehrsader an der Route de Malagnou im Süden des Grundstücks verbunden sind.

Alle Gebäude sind mit dem Minergie-Label zertifiziert; im Bürogebäude wurde darüber hinaus auch ein Aufwertungssystem der Abwärme (Energiezyklus) installiert. ●

Bautafel

Bauherr Institutioneller Investor

Architektur Luscher Architectes SA

Bauleitung Quartal Sàrl

Landschaftsarchitekt Jean-Jacques Borgeaud

Bauingenieur Ingeni SA

HLK Ingenieur / Sicherheit SB Technique Sàrl

Künstler Jean-François Reymond

Les Hauts-de-Malagnou
Wohnen mitten im Park.
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Die Luftaufnahme zeigt deutlich den integrierten Freiraum für die bestehende Natur an Ort.
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Die Bürogebäude dienen als Lärmschutz zur Strasse.
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Blick auf die Attika-Dachterrasse.
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Die Räume öffnen sich grosszügig zur Natur.
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Les Hauts-de-Malagnou
Die Jahreszeiten spiegeln sich in der Fassade.
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Die variablen Sonnenblenden bilden ein Gegengewicht zum transparenten Treppenhaus.
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Ambiente des Eingangs zum Wohnhaus.
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