Future Kitchen

Der Schweizer Designer Alfredo Häberli stellte an der «LivingKitchen» mit der Sonderschau FutureKitchen seine Zukunftsvision der Küche vor.

LivingKitchen
Das Projekt reflektiert die Suche nach neuen Gestaltungsmöglichkeiten. Bilder: Studio Alfredo Häberli, Zürich; Kölnmesse
Die Küchenvision von Alfredo Häberli
Der Schweizer Designer Alfredo Häberli stellte an der «LivingKitchen» mit der Sonderschau FutureKitchen seine Zukunftsvision der Küche vor.
gun. Wie sieht das Küchen-Design von morgen aus, wie verändern die Ernährungstrends die Technologien in der Küche, und wie smart können wir Kochen und Konsumieren, Wohnen und Essen vernetzen? Parallel zur «imm cologne» zeigten Markenhersteller und Designer auf der «LivingKitchen» im Januar ihre Vision vom Leben in der Zukunft mit vielen Produktneuheiten und attraktiven Events. Im Rahmen der «LivingKitchen» stellte der Schweizer Star-Designer Alfredo Häberli seine Küchenvision vor. Ein bisschen verströmte die Installation aus grün gestrichenen Regalen, Wänden und Ablagen den Charme eines Greenscreen-Studios. Sie vermittelte den Besuchern einen visionären Ausblick auf die Küche der nahen Zukunft. Eine Zukunft, in der die Küche weiterhin im Zentrum des Wohnens steht, in der neben ihren traditionellen Funktionen als Zubereitungsort der Speisen und als sozialer Treffpunkt noch eine andere Kultur gepflegt wird. Denn in Alfredo Häberlis Future Kitchen wird der bewusstere Umgang mit den Ressourcen zum Alltagsritual. Und Häberli denkt auch in anderer Hinsicht weiter: Nicht nur die Medien werden mobil – auch so ursprünglich unverrückbare Geräte wie Herd oder Ofen wandern in seiner Future Kitchen mit den Küchenbenutzern von einem Platz zum anderen oder werden platzsparend verschoben.

Die Seele des Hauses

Für Alfredo Häberli ist die Küche die Seele des Hauses. Schon mehrmals hat er sich mit zeitgenössischen Formen der Küche auseinandergesetzt. Überraschende Klarheit und Geradlinigkeit charakterisieren Alfredo Häberlis Vision von der Zukunftsküche. Der renommierte Designer nimmt die Historie der Küche, abstrahiert die Idee von der Form und bietet eine architektonische Projektionsfläche. Auf der scheint auf einmal wirklich alles möglich: Raum für technologische Innovationen, modernes Produkt-Design und sinnliche Materialien, aber auch Raum für soziale Interaktion und individuelle Bedürfnisse – das ist der Rahmen, in dem die Küche der Zukunft Gestalt annimmt. Häberli verdeutlichte die sinnliche Ausrichtung seiner Konzeption für die Ausstellung, die mit konventionellen Seh- und Denkgewohnheiten bricht. Außerdem setzte er sich hierbei plastisch und architektonisch mit der zunehmenden Verknappung von Ressourcen auseinander. Die Entwürfe sind auch Ausdruck von Häberlis Suche nach sinnhafter Reduktion und damit ganz im Geist seines Vorbildes, des Illustrators Saul Steinberg, der mit wenig Material und Strichen viel aussagt. Bekannt geworden ist Häberli für seine Kooperationen mit namhaften Firmen wie Alias, Camper, Iittala, Luceplan, Vitra und Moroso. Dabei gestaltete er in erster Linie Alltagsgegenstände, darunter das Tafelservice Origo und die Trinkglas-Serie Essence. Doch auch Möbel wie der Sessel Take a Line for a Walk oder der Stuhl Segesta gehören zum bekannten Portfolio des Designers, der 1964 in Argentinien geboren wurde. Häberli beschäftigt sich immer wieder mit der Weiterentwicklung des menschlichen Wohnens und Lebens. So auch 2008, als er für den italienischen Hersteller Schiffini eine futuristische Konzeptküche mit Werkstattcharakter entwarf, bei der die Oberflächen von Kupferkesseln inspiriert waren und die Kochinsel mit speziellen Absauglampen überraschte.

livingkitchen-cologne.de

LivingKitchen
Die Küche ist wie ein Werkzeug, um neue, unentdeckte Welten zu erforschen.
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Das Haus ist durch die Küche erreichbar. Die Beziehung zum Garten mit hausgemachten Lebensmitteln erhöht auch das Bewusstsein für das Wesentliche.
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