Was Räume in dieser Saison schöner macht

Der Frühling bringt oft neue Energie in die eigenen vier Wände. Man öffnet die Fenster, räumt um und sieht vieles wieder mit frischem Blick. Gerade dann stellt sich oft die gleiche Frage: Was tut einem Raum wirklich gut?

Bild: www.porada.it / zVg

Jedes Jahr im April blickt die Designwelt nach Milano. Und dieses Jahr konnte man in Mailand einiges beobachten. Nicht ein einzelner Trend ist hängen geblieben, vielmehr zeigt sich eine klare Richtung. Räume sollen nicht nur schön aussehen. Sie sollen warm wirken und zu den Menschen passen, die in ihnen leben. Es geht weniger um schnelle Neuheiten, sondern mehr um Stücke mit Charakter. Um Formen, Farben, Licht und die Ruhe, die ein Raum ausstrahlt.

Die Kraft echter Materialien

Natürliche Materialien sind derzeit wieder besonders gefragt. Stein, Holz, Keramik oder Leinen wirken nicht perfekt. Doch gerade das macht ihren Reiz aus. Solche Materialien brauchen wenig Inszenierung. Sie bringen von sich aus Tiefe, Wärme und Präsenz mit. Mit der Zeit gewinnen sie oft an noch mehr Schönheit, weil sie Spuren annehmen und dadurch lebendiger wirken. Porada hat das im April auf dem Salone del Mobile in Mailand mit seiner neuen Kollektion gezeigt. Naturmaterialien, die präzise verarbeitet wurden, ohne jeden Überfluss. Das ist in einem Raum sofort spürbar. Ein einziges, gut gewähltes Objekt aus einem starken Material kann mehr auslösen als mehrere dekorative Stücke ohne Substanz. Natürliche Farbtöne spielen dabei eine wichtige Rolle. Warmes Beige, Sandtöne oder gebrochenes Weiss schaffen eine ruhige Basis, die gleichzeitig Wärme ausstrahlt. Dazu gesetzte Farbakzente in Kissen, Vasen oder Textilien bringen Persönlichkeit in den Raum.

Die Rückkehr weicher Formen

Runde und weiche Linien prägen die nächste Saison. Sofas mit sanften Konturen, Sessel mit weicher Silhouette oder Beistelltische ohne harte Kanten machen einen Raum sofort zugänglicher. Sie wirken ruhig, modern und einladend. Ein gutes Beispiel ist Caracole, die mit warmen Farben und weichen Linien genau diese Stimmung erzeugen. Das Schöne daran ist, dass dafür oft nicht viel benötigt wird. Schon ein einziges Möbelstück mit einer weichen Form kann die Wirkung eines Raumes stark verändern. Organische Formen unterstützen auch den Fluss und die Bewegung im Raum. Man bewegt sich leichter darin, wenn die Möbel keine harten Ecken haben und den Weg nicht blockieren. Auf Komfort und Funktionalität sollte dabei stets geachtet werden.

Bild: caracole.eu / zVg

Farben, die Wärme bringen

Im Frühling und Sommer darf Farbe wieder mehr Platz bekommen. Besonders schön wirken Töne, die Wärme und Ruhe zugleich ausstrahlen. Terracotta, Ocker, Moosgrün oder ein weiches Blau bringen Lebendigkeit in den Raum. Solche Farben lassen sich gut mit Holz, Naturstein oder Textilien wie Leinen kombinieren. Sie wirken nicht nur für einen Moment frisch, sondern bleiben auch über längere Zeit stimmig. Genau das macht sie so interessant.

Licht kann mehr

Mit den längeren Tagen verändert sich auch das Licht in den Wohnräumen. Am Abend merkt man schnell, ob ein Raum nur tagsüber gut funktioniert oder auch dann, wenn es dunkel wird. Leuchten sind dabei wichtiger, als man häufig annimmt. Eine gut gestaltete Leuchte hat auch im ausgeschalteten Zustand eine hohe Präsenz im Raum. Gute Leuchten sind nicht zuerst Lichtquellen, sie sind Objekte, die einem Raum mehr Haltung geben.

Die Kunst der Auswahl

Eine Entwicklung ist besonders schön. Viele Menschen wählen wieder bewusster aus. Statt möglichst viel in einen Raum zu stellen, geht es stärker um die Frage, was wirklich passt. Woher kommt ein Objekt? Welche Stimmung bringt es mit? In Mailand hat es der neue Bereich Salone Raritas sichtbar gemacht: kuratierte Einzelstücke, Editionen in kleiner Auflage, Objekte mit echter Geschichte. Design verkommt nicht zur Massenware, sondern ist eine bewusste Entscheidung. Dadurch entstehen Räume, die persönlicher wirken.

Worauf es am Ende ankommt

Für diese Saison braucht es keine komplette Veränderung. Oft reicht es, einzelne Dinge neu zu betrachten oder sie neu zu inszenieren. Eine wärmende Farbe, eine weichere Form und eine Leuchte, die mehr kann als nur Licht geben. Gute Räume entstehen durch klare Entscheidungen und durch Dinge, die auch in einigen Jahren noch richtig wirken.

marionadalmau.com

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