In zeitgemässer Stadtvillentradition

Max Dudler hat in Zürich ein hochwertiges Mehrfamilienhaus realisiert. Eine klare volumetrische Ordnung, durchgesteckte Grundrisse und grosszügige Loggien prägen die räumliche Organisation, während monolithisch wirkende Klinkerfassaden und eine robuste Materialisierung die architektonische Haltung unterstreichen.

Das Zwillingsensemble nimmt Motive der Zürcher Stadtvillenarchitektur auf. (Fotos: Stefan Müller)

An der Ecke Winterthurerstrasse und Götzstrasse in Zürich wurde nach Plänen von Max Dudler ein Wohnbau mit insgesamt 17 Wohneinheiten und einem Gewerbebereich realisiert. Das Projekt besteht aus zwei miteinander verwobenen Baukörpern mit jeweils vier Vollgeschossen und einem Attikageschoss.

Die als kompaktes Zwillingsensemble konzipierten Gebäude nehmen Motive der Zürcher Stadtvillenarchitektur auf und übersetzen diese in eine zeitgenössische, präzise Architektursprache. Ihre klar gefasste Geometrie verleiht den Baukörpern eine starke Eigenständigkeit und ermöglicht zugleich eine differenzierte Einbindung in den heterogenen städtischen Kontext. Die Topografie des leicht abfallenden Strassenraums wird über einen halbgeschossigen Versatz zwischen den beiden Volumen aufgenommen und konstruktiv wie räumlich nutzbar gemacht. Die Fassaden zur Strasse sind streng und geschlossen ausgebildet, während sich die Gartenseiten grosszügig öffnen.

Robust und zugleich zurückhaltend-elegant

Die Fassadengestaltung ist durch einheitliche, nahezu monolithisch wirkende Klinkerflächen geprägt, welche die städtebauliche Setzung der Baukörper akzentuieren. Der handgefertigte graue Klinker in Kombination mit Sichtbetonbauteilen erzeugt eine robuste, zugleich zurückhaltend-elegante Materialität. Die zweischalige Mauerwerkskonstruktion erfüllt hohe Anforderungen an Dauerhaftigkeit, Bauphysik und Gebrauchstauglichkeit.

Erschlossen werden beide Gebäudeteile über jeweils ein zentrales Treppenhaus mit Zweispänner-Typologie. Die Wohnungen sind als durchgesteckte Grundrisse organisiert und folgen dem Prinzip des «Durchwohnens», bei dem sich die Raumabfolge zwischen Strassen- und Gartenseite entwickelt. Grosszügige Eckloggien erweitern den Wohnraum nach aussen und fungieren als räumliche Vermittler zwischen Innenraum und Landschaft.

Die Wohnqualität basiert auf der konsequenten Verwendung langlebiger Materialien sowie einer zeitgemässen technischen Ausstattung wie Fussbodenheizungen. Das integrale Energiekonzept des Objekts sieht eine weitgehend autarke Wärme- und Stromversorgung durch Erdsonden-Wärmepumpen und eine Photovoltaikanlage vor. ●

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